Daten aus dem Hifi-Wiki:
- Hersteller: NAD
- Modell: C 325 BEE
- Typ: Vollverstärker
- Baujahre: 2006 – 2009
- Farben: Graphite, Titan
- Fernbedienung: ja (RS5)
- Leistungsaufnahme:
- Abmessungen: 435 x 100 x 290 mm (BxHxT)
- Gewicht: 8 kg
- Neupreis ca.: 450 Euro
Anschlüsse
- Anzahl der Eingänge: (alle Cinch)
- Disc
- CD
- Video
- Aux
- Tuner
- 2x Tape In (alle Line-In: 220 mV, 20 kOhm)
- MP Input (für MP3- und andere portable Player 3,5 mm Klinke an der Frontseite)
- Main-In (730 mA, 20 kOhm)
- IR Input
- Anzahl der Ausgänge:
- 2x Tape Out (80 Ohm)
- Kopfhörer (6,3mm Klinke)
- Pre-Out
- IR Output
- 12V Trigger Output
Technische Daten
- Dauerleistung (bei Klirrfaktor)
- 8 Ohm: 2x 50 W
- 4 Ohm: 2x 50 W
- Dynamikleistung
- 8 Ohm: 2x 110 W
- 4 Ohm: 2x 160 W
- 2 Ohm: 2x 220 W
- Gesamtklirrfaktor: 0,02% (20 – 20.000 Hz)
- Dämpfungsfaktor: > 160 (8 Ohm, 50 Hz)
- Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz (±0,2 dB)
- Signalrauschabstand: 100 dB (1 W), 117 dB (Nennleistung)
- Klangregelung:
- Bass: ja
- Höhen: ja
- Loudness: nein
- Subsonic: nein
- Mute: ja (auf FB)
- Direct/Line-Straight: ja (Tone Defeat)
- Stereokanaltrennung:
- Weitere Daten bei „Hifi-Engine“: [1]
Besondere Ausstattungen
- Soft Clipping (2x 68 W)
- Holmgren Ringkerntrafo
- Feed Forward Schaltung vor Endstufe aus der MASTER Serie
- BEE Clamp Technologie
- NAD Power Driv
Die Produktbeschreibung von NAD und das Service Manual liefern alle erforderlichen Informationen um das Gerät zu bearbeiten. Die Beschreibung des Fehlers hörte sich nicht weiter schlimm an. Nach dem Einschalten kam das Gerät nicht aus dem Protection-Mode. Erst nach mehrmaligen Aus- und wieder Einschalten ging das Gerät auf „Grün“ und gab das zugeführte Audio Signal aus. Verzerrungen waren durch Hinhören nicht feststellbar.
Zunächst hatte ich die Kondensatoren um den Protection IC44 (uPC1237HA) in Verdacht und diese einfach mal getauscht: C420, C421 und C422 alle Elkos um den IC herum. Aber das war es nicht….. das Gerät musste dann erst mal warten, ich hatte anderes zu tun.
2 Jahre später störte das rumliegende Gerät dann doch. Zum Wegwerfen aber eindeutig zu schade, denn alle Eingangs- und Ausgangsbuchsen sind vergoldet, der mechanische Aufbau im Vergleich zu den früheren NADs sehr gut strukturiert und aufgeräumt, man könnte es auch servicefreundlich nennen. Die Fernbedienung ist auch noch da, und das Gerät ist in einem ordentlichen optischen Zustand.
Fehlerbild war noch immer gleich. Etwas systematischer bin ich erst einmal die Abgleichanleitung durchgegangen. Bei der Einstellung des Ruhestroms des linken Kanals lief alles gut. Nur beim rechten Kanal floß von vornherein kein Ruhestrom, Anzeige 0,00 mV ? Die Prüfung des am Ruhestrom beteiligten Widerstandsnetzwerks ergab einen hochohmigen Wiederstand R137, sollte nominal 10 Ω haben, war aber „unendlich“. R137 war schnell ersetzt, und der Fehler damit dann auch verschwunden.
Die Messungen des Pre-Out Signals sah nicht sehr hochklassig aus. Intermodulation & Noise war viel zu hoch.

Um der hohen Qualität des NAD C325BEE gerecht zu werden, habe ich dann noch ein komplettes Recapping durchgeführt. Die Netzteil Pufferelkos kommen jetzt von EPCOS und Nichikon, die kleineren Elkos sind Panasonic FC, zum Teil Würth Polymer Elkos (für die kleineren Pufferelkos) und die Elkos bis 10μF im Signalweg wurden gegen WIMA MKS ausgetauscht.
Zum Abschluß erfolgte dann noch einmal ein genauer Abgleich aller Spannungswerte entsprechend der Anweisung im Servicemanual.
Die Verzerrungsmessungen am Schluß bestätigen dann die qualitative Verbesserung:

Zu den Messungen auch noch ein paar Fotos aus dem Inneren des Verstärkers nach dem Umbau:





